Ausführlicher Bericht vom VISION SUMMIT 2008: Yunus-Impuls von „Social Business“ als Weg zu einer weltweiten sozialen Marktwirtschaft
Kongress in Berlin mit 1.000 Teilnehmern setzte Startpunkt für eine neue weltweite Bewegung mit...
Medienberichte zum "Gipfeltreffen des Social Business"
Von Focus bis Brandeins, von Glocalist über ChangeX bis Forum Nachhaltiges Wirtschaften erschienen...
"Brandeins"-Reportage über Friedrich Kiesinger: Sinnvolle Arbeit statt Hartz IV
In der Dezember-2008-Ausgabe von "Brandeins" erschien eine ausführliches Porträt Friedrich...
Georg Kraus Stiftung will Grameen-Modell nach Madagaskar bringen
Beim jährlichen Stiftungstag der Georg Kraus Stiftung am 14. November in Hagen gab dessen Leiter...
Symposium "Die Welt des Vermögens" sieht Zukunft der Stiftungen im Social Business
Die Vermögensakademie des GENISIS-Gesellschafters Jörg Schallehn veranstaltete am 6./.7. November...
Marcia Odell - Vision Award 2008 für die Leiterin von WORTH - einer der erfolgreichsten Bildungsinitiativen der Welt
Ihr Erfolg ist messbar: 125.00 Frauen in Nepal und über 200.000 in Afrika konnten ihr Familieneinkommen in nur drei Jahren um bis zu 800 Prozent steigern. Investitionskosten: 30 Euro für einen ersten Lehrer in der Startphase. Das klingt ähnlich erfolgreich und phänomenal wie die Geschichte der Yunus’schen Grameen-Bank und ihrer Kleinkredite. Marcia Odell aber betont überall und immer wieder, dass ihr Women’s Empowerment Program, für das sie heute mit dem VISION AWARD 2008 geehrt wird, weit mehr ist als ein Microcredit-Programm.
Women’s Empowerment Program ist auch mehr als ein Bildungsprogramm, das Frauen Lesen und Schreiben lehrt und sie damit aus ihrer Unmündigkeit holt. Es ist mehr als ein Entwicklungshilfeprojekt oder mehr als ein Training, das Frauen besondere Techniken beibringen will. Women’s Empowerment Program ist vielmehr all das zusammen.
Und das wichtigste: Es basiert auf der einfachen Beobachtung und Erkenntnis, dass die Frauen überall auf der Welt nicht nur genau wissen, was sie lernen wollen und was sie brauchen, um ihre Situation zu verändern. Marcia Odell erkannte zudem, dass Frauen sehr wohl bereit sind, dafür etwas zu leisten. Nicht Bildung per se ist ihnen wichtig. Sie erkennen aber, dass Bildung der Schlüssel ist, der ihnen und vor allem ihren Familien die Tür in die Zukunft aufschließt. Und eine zweite Erkenntnis Marcia Odells garantierte den Teilnehmerinnen beim Women’s Empowerment Program immer wieder großen Erfolg: Dass sie als Gruppe viel stärker sind denn als Einzelkämpferinnen. Gemeinsam sparen sie Geld, um es danach in ihrer eigenen Dorfbank als Kleinkredite zu vergeben oder eigene Entwicklungsprojekte zu initiieren. Denn sie wissen auch am besten, was sie brauchen. Und gemeinsam lehren sie andere Frauen, was jede von ihnen vielleicht schon besser kann. Als Tutorinnen geben sie ihr neues Wissen an andere Frauen weiter. Dies spart nicht nur Geld. Ganze 30 Euro kostete ein Lehrer für die erste Projektphase. Dann übernahmen die Tutorinnen die Ausbildung. Das Beste: Sie erwiesen sich als die „besseren“ Trainer, weil die anderen Dorfbewohner das neue Wissen lieber von den eigenen Leuten aufnahmen.

