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Neue Finanzierungswege aus der Wirtschaft für soziale und ökologische Projekte

Günter Grzega von der Sparda Bank International übergibt den VISION AWARD an Dr. Maritta Koch-Weser

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DAS KONZEPT

Die Nichtregierungsorganisation ?The Global Exchange for Social Investment" (GEXSI) entwickelt und fördert neue Wege, wie aus dem wirtschaftlichen Prozess finanzielle Mittel generiert werden können zugunsten der Finanzierung von sozialen, ökologischen und Entwicklungsprojekten.

Das Spektrum der Ideen von solchen innovativen Finanzierungsinstrumenten reicht von Charity-Lotterien (z.B. Postcode Lottery in den Niederlanden) über Charity-Shopping (z.B. ?The Care Club", s. S. 10) bis zum Aufrunden bei Einkäufen zugunsten von gemeinnützigen Zwecken (?Social Bill") oder auch zur Visa Green Card.

Die dadurch generierten Gelder können für traditionelle ökosoziale Projekte eingesetzt werden, sie sollten jedoch idealerweise möglichst in ?Social Entrepreneurship"-Projekte fließen. Damit sind Projekte gemeint, die ähnlich wie die Grameen Bank soziale bzw. ökologische Probleme auf unternehmerische Weise lösen. Auf diese Weise wird eine besonders nachhaltige Wirkung erzielt.

GEXSI hat sich unter anderem darauf spezialisiert, ?Social Entrepreneurship"-Projekte weltweit ausfindig zu machen und aus der Anlaufphase, in der sie noch Zuschüsse brauchen, schrittweise zu auch wirtschaftlich funktionierenden Sozialunternehmen zu begleiten.

 

DER EFFEKT

Durch derartige innovative Finanzierungsinstrumente werden für ökosoziale Projekte völlig neue Fundraisingwege und Finanzierungsquellen erschlossen, ebenso für die Förderung von ?Social Entrepreneurship"-Unternehmen.

Durch den Fokus auf ?Social Entrepreneurship" wird das Bewusstsein für diesen neuen Ansatz zur Förderung von sozialer Entwicklung erheblich gesteigert.

Derartige ökosoziale Projekte und Sozialunternehmen werden durch solche neuen Finanzierungsinstrumente unabhängiger von Spenden, Stiftungen oder staatlichen Zuwendungen.

Durch die Verknüpfung mit alltäglichen wirtschaftlichen Aktivitäten wie Einkaufen, Überweisen etc. wird das Bewusstsein der persönlichen aktiven Teilhabe an sozialen Aufgaben deutlich gesteigert. Außerdem können die Kunden mitbestimmen, in welche Projekte ?ihr" Geld fließt.

Und schließlich fördern solche innovativen Finanzierungsinstrumente, die an den wirtschaftlichen Prozess angebunden sind, auch das soziale Verantwortungsbewusstsein der Wirtschaft.

 

DAS ZIEL

Durch Kooperationen mit der Wirtschaft sollen in den nächsten Jahren weltweit solche innovativen Finanzierungsinstrumente eingeführt werden und Milliardenbeträge freisetzen für zentrale soziale und ökologische Aufgaben.

 

ZWISCHENERGEBNISSE

Allein die Postcode Charity-Lotterie in den Niederlanden erbringt bereits mehr als 300 Millionen Euro jährlich für soziale Zwecke.

In Deutschland und Europa will der im Frühsommer 2007 von BWA, GEN und Terra ins Leben gerufene ?Vision Fund" einen ähnlichen Stellenwert erreichen wie die Clinton Global Initiative in Nordamerika.

 

DIE PREISTRÄGERIN

Dr. Maritta Koch-Weser, Gründerin und CEO von The Global Exchange for Social Investment (GEXSI), vorm. Weltbankdirektorin

 

KONTAKT

The Global Exchange for Social Investment (GEXSI), Palais am Festungsgraben, Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin, www.gexsi.org

 

Literaturempfehlung


Maritta Koch-Weser & Wim Jacobs (Hg.): Financing the Future - Zukunft finanzieren. Innovative Funding Mechanisms at Work. Innovative Finanzierungsinstrumene. Deutsch-englische Ausgabe. 2007. 176 Seiten. Papberback 5,00 Euro (Terra Media Verlag)

Kontakt Deutschland
renner@gexsi.org