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News

20.03.10

"ENORM - Wirtschaft für den Menschen" - jetzt an den Kiosken

Das erstmals beim VISION SUMMIT 2009 vorgestellte Magazin „ENORM“ verspricht vieles – und hält...


20.11.09

VISION SUMMIT und VISION DAYS mit 100 Erfolgsstories - Ein Überblick über das Erreichte

"Wir erleben gerade ein weltweites soziales Wirtschaftswunder. Der Zug ist auf dem Gleis....


20.11.09

VISION SUMMIT 2009 - Der Aufbruch der "Global Entrepreneuers"

1.200 Menschen kamen. Pioniere großer Reformideen, internationale Führungskräfte großer...


19.11.09

Zukunftszentrum Tirol und Genisis Institut starten Kooperation mit Auftaktkonferenz in Innsbruck

Bei einer Pressekonferenz und anschließenden Halbtageskonferenz im vollbesetzten Zukunftszentrum...


13.11.09

VISION-AWARD-Preisträger Friedrich Kiesinger präsentiert bei Maybritt Illner Social Business als Hoffnungsträger für Arbeitsplätze

„Merkel bestellt Wachstum – wer liefert?“ lautete die provokante Frage an die Diskussionsrunde bei...


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12.11.09

Muhammand Yunus, Peter Spiegel und Franz Josef Radermacher präsentieren beim World Summit der Friedensnobelpreisträger Konzepte zum "Fall der Mauer der Armut"

Eine der Partnerschaften, die der VISION SUMMIT als Teil seines diesjährigen Konzeptes einging, war mit dem „Nobel Peace Laureate Summit“, der am 10./11. November in Berlin stattfand. Sieben Friedensnobelpreisträger nahmen daran teil und griffen ebenfalls das Mauer-Thema auf. Gemeinsam mit eingeladenen Experten dachten sie darüber nach, welche Mauer als nächstes zum Einsturz gebracht werden müssen und wie.

Die Expertenrunde zum Thema „The Wall of Poverty“ stellten Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus, der GENISIS- und VISION-SUMMIT-Initiator Peter Spiegel, das Club-of-Rome-Mitglied Franz Josef Radermacher sowie Thomas Stelzer, stellvertretender Generalsekretär bei den Vereinten Nationen für die Bereiche Policy Coordination und Inter-Agency Affairs.

Muhammad Yunus hob ein seinem Eingangsstatement die Bedeutung der Offenheit für völlig neues Denken hervor. Was ist aus Hitler-Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg geworden, wie haben sich China und Indien in den letzten Jahren verändert? Es gibt keinen Grund zu glauben, die Welt könne nur mit Abermillionen Armen bestehen...

Peter Spiegel griff diesen Gedanken in seinem Beitrag auf und betonte die Notwendigkeit einer grundlegenden Haltungsänderung vor allem der westlichen Welt in Bezug auf die Entwicklungschancen und die besten Förderansätze für die armen Länder. Vorurteile und Überlegenheitsgefühle bildeten die größte Denkblockade an dieser Front. Yunus habe gezeigt, welche Haltung erforderlich ist: sich auf gleicher Augenhöhe mit jenen Menschen begeben, denen man helfen will, und von und mit ihnen lernen, wie man ihre Probleme lösen kann. So entstehen Konzepte von der Innovationskraft der Grameen Bank.

Als ein Beispiel von ähnlicher Innovationskraft wie Grameen führte Spiegel das Projekt WORTH an, bei dem in Nepal 125.000 Frauen, die besonders arm waren und weder lesen noch schreiben konnten, in fünf Kompetenzen ausgebildet wurden: Sie lernten Lesen und Schreiben, wie man ein kleines Unternehmen gründet, wie man eine selbsttragende Dorfbank aufbaut, wie man kleine soziale Projekte plant und durchführt und wie man seine sozialen Rechte wahrnimmt. Nur in der ersten Stufe der Kompetenzvermittlung waren externe Experten involviert. Sie bildeten nach dem Train-the-Trainer-Prinzip Einheimische aus, die diese Kompetenzen dann im Schneeballsystem weiter trugen. Die Einkommenssituation der involvierten Familien hat sich in drei Jahren um 800 Prozent verbessert. Dieser ungewöhnliche Bildungsansatz wurde dann nach Afrika übertragen und ist dort ebenfalls höchst erfolgreich. Es ist ein Modell aus Nepal, das weltweit eine Entwicklungsrevolution auslösen kann.

Foto: Michail Gorbatschow, dessen Stiftung den 10. World Summit der Friedensnobelpreisträger am 10./11. November 2009 in Berlin ausrichtete, und Ekaterina Zagladina, die Organisatorin dieses Summits.